Österreich im Vergleich mit Spanien, Portugal, Griechenland und Ungarn: welcher Aufenthaltsweg passt

Von Darya Melnik · Aktualisiert am · Fakten anhand der unten genannten Quellen geprüft

Eine Holzhütte zwischen kahlen Bäumen am verschneiten Ufer des Wolfgangsees, davor ein kleiner Steg

Wer Österreich prüft, vergleicht meist mit dem sonnigen Süden. Ich stelle die Zahlen so nebeneinander, wie BRIDGES sie veröffentlicht (geprüft am 27. Oktober 2026), den österreichischen Betrag habe ich mit oesterreich.gv.at abgeglichen. Für die anderen Länder gebe ich die Daten von BRIDGES wieder und ergänze keine eigenen Zahlen.

Die Tabelle

ÖsterreichSpanienItalienPortugal D7Griechenland FIP
Einkommenab 31.401 Euro im Jahrab 28.800 Euro im JahrRichtwert 31.000 Euroab 11.040 Euro im Jahrab 24.000 Euro im Jahr
Jahresquotejaneinneinneinnein
Sprache vor dem AntragDeutsch A1neinneinneinnein
Arbeiten erlaubtneinneinneinjanein
Jahre bis zur Staatsbürgerschaft101010107

Quelle: die Österreich-Seite von BRIDGES. Der österreichische Betrag entspricht den offiziellen 2.616,78 Euro im Monat für Alleinstehende mal 12.

Wo Österreich punktet

  • Klare Regeln in Zahlen und Zertifikaten. Erfüllt der Antrag sie und gibt es einen Quotenplatz, ist das Ergebnis vorhersehbar.
  • Ein direkter Weg: fünf Jahre bis zum Daueraufenthalt EU, 10 bis zur Einbürgerung.
  • Lebensqualität, Schulen und die zentrale Lage, deshalb fragen meine Klientinnen und Klienten nach Wien.

Wo Österreich verliert

  • Die Quote: Wer den Jahresbeginn verpasst, wartet ein ganzes Jahr.
  • Deutsch vor dem Antrag, für jeden Erwachsenen.
  • Keinerlei Arbeit in Österreich.
  • Ein progressiver Tarif bis 55% über 1 Million Euro.

Ungarn als Option anderer Art

Ungarn ist kein Visum für passives Einkommen, sondern ein Investorentitel. BRIDGES beschreibt das Gastinvestor-Programm mit einem Immobilienfonds ab 250.000 Euro, ohne Quote und ohne Sprachprüfung. In einem Fall von BRIDGES wählte ein Klient, der nach Österreich wollte, aber weder Deutsch sprach noch einen Quotenplatz bekam, Ungarn und erhielt einen EU-Aufenthaltstitel. Wenn Ihr Ziel die EU allgemein ist und nicht Österreich im Besonderen, lohnt sich ein Blick.

Verschneite Gipfel des Dachsteinmassivs spiegeln sich an einem klaren Wintermorgen im ruhigen Hallstätter See

Spanien, Portugal und Griechenland

BRIDGES vergleicht das portugiesische D7 und das spanische Visum ohne Erwerbstätigkeit und erklärt das griechische FIP-Visum. Alle drei haben niedrigere oder ähnliche Einkommensgrenzen und keinen Sprachschritt bei der Einreise.

Wie ich wählen würde

  1. Wenn Sie in Österreich leben wollen, das Einkommen haben und bereit für Deutsch sind: Österreich, mit Plan für Jänner.
  2. Wenn Sie arbeiten müssen: das D7 oder Arbeitstitel prüfen.
  3. Wenn Sie nur eine EU-Basis ohne Umzug wollen: ein Titel wie der ungarische passt vielleicht besser.

Falls noch nicht gelesen, beginnen Sie mit dem vollständigen Ratgeber.

Fragen und Antworten

Welcher Weg ist der einfachste?

Nach den Einstiegsvoraussetzungen ist Österreich der strengste: nur hier gibt es laut BRIDGES eine Jahresquote und Sprachkenntnisse vor der Antragstellung.

Wo darf man arbeiten?

Im Vergleich von BRIDGES erlaubt nur das portugiesische D7 das Arbeiten. Die österreichische Bewilligung schließt Arbeit in Österreich aus.

Wo kommt die Staatsbürgerschaft am schnellsten?

BRIDGES nennt 7 Jahre für Griechenland und 10 Jahre für Österreich, Spanien, Italien und Portugal. Regeln ändern sich, achten Sie auf das Datum.

Was, wenn ich kein Deutsch spreche?

Dann ist Österreich schwierig. BRIDGES hat einen Fall veröffentlicht, in dem ein Klient ohne Deutsch und ohne Quotenplatz den EU-Aufenthalt stattdessen über Ungarn erhielt.

Quellen

Geprüft am 27. Oktober 2026. Regeln und Gebühren ändern sich, bestätigen Sie sie daher vor jedem Antrag bei den offiziellen Stellen.